Freeride Tour in Lenk

Nach dem wir im letzten Jahr die Freeride Tour durch den Test Ride bei Thömus ersetzt haben, werden wir in diesem Jahr wieder auf den Trails unterwegs sein. Und wie gewohnt bei der Freeride Tour mit Unterstützung bei den Aufstiegen. In diesem Jahr haben wir uns Lenk für die Austragung ausgesucht. Die Destination kennen wir schon von einer früheren Tour und vielleicht liegt es daran, dass sich trotz Sommerferien neun Blauen Biker für die Tour anmelden. Zum ersten Mal sind auch zwei unserer Junioren offiziell an einer Tagestour mit dabei. Sie und vier andere Blauen Biker reisen mit dem Zug nach Lenk und treffen dort auf die drei weiteren Teilnehmer der Tour, welche mit den PW’s angereist sind. SBB sei Dank für die tolle Situation mit den Veloplatz Reservationen, so kann man die Leute auch von der ÖV-Nutzung abbringen. Auf dem Programm stehen insgesamt fünf mögliche Abfahrten, drei von der Betelberg Seite und zwei von der Metsch. Wie viele wir schaffen werden, wir lassen uns überraschen. Zuerst lösen wir die Tagestickets für die Bergbahnen und die Bikes, ohne zu wissen, dass es verschiedene Varianten gibt. Doch dazu später mehr. Wir besteigen die Gondeln und immer mal wieder wird ein Bike vom Bahnpersonal verladen. Langsam, aber sicher kommen so alle auf der Bergstation an. Das Warten verkürzen wir uns mit der Einkehr im Bergrestaurant und gegen viertel nach elf Uhr starten wir auf die erste Abfahrt. Diese führt uns zuerst an einigen Wandergruppen vorbei zum Trütlisbergpass. Das Wetter ist sehr gut, obwohl es in der Nacht noch stark geregnet hat. So haben wir eine wunderbare Aussicht auf die umliegenden Berge. Doch die Trailbeschaffenheit lässt darauf schliessen, dass die Fahrt wohl nicht so trocken über die Bühne gehen wird. Doch nach dem Tütlisbergpass ist das noch kein Thema. Da der Trail auf dem hier typischen Gipsgestein verläuft, ist das Wasser noch kein Thema. In den Mulden liegt jedoch noch einiges an Schnee. Sobald der Weg in den Wiesenlandschaften verläuft, wird es feuchter und schon bald sind wir in der Moorlandschaft angekommen. Eine Bäuerin wünscht uns noch viel Spass auf der „nassen Abfahrt“ und die haben wir. Je längs, je mehr wird unsere Fahrtechnik gefragt. Während die einen mit einem Fehltritt in den Sumpf stehen, legt sich (ein nicht genannter) mehr als einmal rein. Nichts desto trotz macht die Abfahrt ziemlich Spass und schon kurz nach ein Uhr kommen wir der Wallegg Stube vorbei. Auf Grund der Zeit beschliessen wir hier unsere Mittagsrast zu machen. Eine gute Entscheidung, wie sich beim Essen zeigt. Wunderbare Forellen aus Lenk sowie Rösti mit Ziegenkäse, oder ein feines kaltes Plättli. Wir lassen uns so auch kulinarisch verwöhnen. Beim Gespräch kommen wir darauf, dass ausser einer alle nur die Tageskarte für die Betelberg Bahn gelöst haben. Dani hat bei der zweiten Kasse gelöst und die Verkäuferin hat ihn gefragt, ob er beide Bahnen nutzen will. Dies ist beim Rest nicht der Fall, doch wir entschliessen uns, trotzdem nach dem Mittagessen zur Metsch-Bahn zu fahren. Dort angekommen zeigt die Uhr bereits kurz nach drei Uhr Nachmittags an. So wird wohl mehr als zwei Abfahrten nicht drin liegen. Was soll’s, wir haben ja noch eine Fahrt vor uns und diese bei schönen Bedingungen. Etwas nach halb vier Uhr starten wir zur letzten Abfahrt. Hier auf dieser Seite ist das Terrain ein wenig trockener als beim Betelberg. Bei den diversen Wurzelpassagen schadet dies auf keinen Fall und wir geniessen auch diese Abfahrt zurück ins Tal. Kurz nachdem die letzte Gondel fährt, erreichen wir dann auch den Talboden und rollen zurück nach Lenk. Hier genehmigen wir uns im Café Kuhnen noch ein kühles Blondes – ein gebührender Abschluss unserer Freeride Tour. Und wer weiss, vielleicht kommen wir wieder, um die restlichen drei Abfahrten zu machen.

Hier noch ein paar Fotos vom Tag: