Bike Rennen Kirchzarten

Auch in diesem Jahr starten wir, man kann fast schon Clubrennen sagen, zum Black Forest Ultra Bike in Kirchzarten. Wie fast in jedem Jahr ist auch dieses Jahr so vieles gleich und eben doch nicht! Es starten drei Teams und zwei Einzelfahrer zu unterschiedlichen Strecken. Andi und Markus auf der Ultra als Einzelfahrer, Team Blauen Biker 1 auf der Marathon und die Teams Blauen Biker 2 und 3 auf dem Short Track. Dies bedingt auch unterschiedliche Abfahrtszeiten: Die ersten gegen fünf Uhr, die zweiten um halb sechs und die letzten um viertel nach sieben Uhr in der Früh. Nein, nicht nur freiwillig, wir zahlen auch noch dafür! Es sind in diesem Jahr auch ziemlich viele Race Depütanten mit dabei: Cédi, Chantal, Marc, Philipp und nicht zu vergessen unser ältestes Mitglied Werner, mit bald 74 Jahren! Bei strahlendem Sonnenschein treffen sich Team Blauen Biker 2 und 3 in Ettingen zur Abfahrt. Eine nach dem anderen trifft ein und Mäni ist bereits wieder am Filmen, denn schliesslich darf sein Bericht in bewegten Bildern nicht fehlen. In Kirchzarten angekommen erwartet uns bereits Marc, welcher mit dem Team 1 mitgefahren ist, um unsere Startunterlagen abzuholen und Bikewache zu betreiben. An dieser Stelle ein grosses Dankeschön fürs frühe Aufstehen. Men and Machine werden rennbereit gemacht und schon geht es Richtung Bikeverlad beim Bahnhof in Kirchzarten. Schliesslich müssen Bikes und BikerInnen irgendwie nach Hinterzarten zum Start gelangen. Und in diesem Jahr ist unsere gute Seele Cédi auch bei den Racern, deshalb haben wir uns für die offizielle Variante mit Bike Trucks und Eisenbahn entschieden. Alles muss getestet sein! Beim Bikeverlad kommt jedoch bei einigen Zweifel über den Entscheid auf, aber da müssen wir jetzt durch und schon sind alle Bikes verstaut: Stand da nicht Occassionbike.de auf einem der Trucks? Ach was, das wird schon schief gehen und ansonsten – liebe Mobiliar. Doch was soll man mit der guten Stunde bis zur Abfahrt der Bahn noch so machen, die Temperaturen sind nicht im Bereich von „ich warte gerne draussen“ und der Blick zum Himmel verspricht auch eher unangenehmes. So gehen wir ins Restaurant gegenüber und staunen, dass alle anderen BikerInnen draussen ausharren, obwohl es hier drinnen richtig schön warm ist und auch feinen Kaffee gibt. Vor allem, als nach kurzer Zeit draussen ein richtiger Regensturm tobt, wird unser Fragezeichen immer grösser. Doch was solls, Hauptsache trocken und warm. Als wir den Zug einfahren sehen, machen wir uns auf den Weg zum Perron und staunen erneut, dieses Mal über die Regenbekleidung gewisser Teilnehmer! Der Gebrauch von Kerrichtsäcken ist vielseitiger als angenommen. Im Zug stärken sich noch einige mit selbstgemachten „Riegeln“ und andere wohl vom Zieleinlauf. Nach kurzer Zeit erreichen wir den Bahnhof in Hinterzarten. Nun geht es darum, in dem „diebstahlgesicherten und überwachten“ Gelände unsere Bikes wieder zu finden. Nach anfänglichem Schmunzeln weicht die Mimik zu einem besorgten Blick, denn niemand entdeckt unsere Bikes. Langsam spürt man(n und Frau) eine leichte Nervosität und alle sind sichtlich erleichtert, als unsere Bikes hinter den Feuerwehrfahrzeugen gesichtet werden. Und bereits folgt die nächste Überraschung: Es regnet in Strömen und der stürmische Wind trägt nicht unbedingt zur Besserung der Lage bei. Doch ein Biker kennt nur schlechte Bekleidung, doch kein schlechtes Wetter. So machen wir uns auf zum Startblock und warten auf den Start, welcher um zwanzig nach elf Uhr angesagt ist, aber sich bis zu unserem Startblock um eine gute halbe Stunde verzögert. Doch endlich geht es auch für die letzten Blauen Biker los. Wenn man bedenkt, dass unsere Einzelfahrer schon über vier und Team 1 schon gute drei Stunden auf den Stollen ist: Alle Achtung, vor allem bei solchen Wetterbedingungen. Dies ist auch der Grund, wieso es von der Strecke keine Fotos gibt, denn der Fotoapparat ist nicht wasserdicht. Aber unser Mäni mit seiner Kamera ist für alle Bedingungen zu haben und deshalb seht ihr am Schluss des Beitrags den Bericht, inklusive Racegeschehen, in bewegten Bildern! Vielen Dank an Mr. Chaesi. Im Ziel angekommen trifft man sich beim obligaten Zielbierchen und diskutiert über das Erlebte: Ein bunter Strauss an kuriosen und unterhaltsamen Erlebnissen auf und neben dem Bike! Doch auch bei uns gibt es einiges zu sehen. Zum Beispiel die Gesichtsbemalung von Andi! Nicht zu vergessen die verschiedenen Resultate der diesjährigen Austragung: Team 1 nicht gewertet, da sie es nicht geschafft haben, zu viert (sie waren zu sechst) innerhalb von dreissig Sekunden ins Ziel einzufahren, Team 2 fuhr auf den dritten Platz (und bemerkte es nicht!?!), Team 3 mit unserem Senior Werner wurden siebte und Andi fuhr auf dem Ultra auf den achten Rang gesamt und in ihrer Kategorie auf den vierten Platz. Herzliche Gratulation! Entschuldigung, fast hätte ich es schon wieder vergessen: Friedrich Dähler, auch ein Blauen Biker, welcher aus verständlichen Gründen nicht unter unserem Clubnamen startet, belegte gesamt den sechsten und in seiner Kategorie den ersten Platz! Auch ihm herzliche Gratulation und Sorry fürs fast vergessen. Zum Schluss gibt es in Ettingen noch ein heiteres Bike Erkennungsspiel beim Ausladen aus dem Anhänger. Denn farblich unterscheiden sich die Bikes nicht mehr so wie gewohnt. Der Abschluss wird im Rebstock zelebriert und so kommen gewisse doch noch zu ihrem Vesperplättli! Bis zum nächsten Jahr.