Auffahrtsweekend

Mittwoch, 8. Mai 2013

Auch dieses Jahr dient uns das Wallis als Kulisse für unser Auffahrtsweekend. Leider haben nur vier Blauen Biker Zeit für die Tage über Auffahrt im Wallis. Zu dritt fahren die ersten Blauen Biker nach Sierre, um sich in der Villa Bayard einzuchecken. Im Garten der Villa geniessen wir die erste kulinarische Verführung des verlängerten Wochenendes.

Donnerstag, 9. Mai 2013

Beim Morgenessen trifft nun auch der vierte und wichtigste Blauen Biker, unser Edeltourenguide Chrigu, im Wallis ein. Zusammen stärken wir uns für die heutige Tour und helfen danach Chrigu seine Sachen auszuladen und zu verstauen. Danach geht es mit den Bikes los Richtung Chalais, wo wir die Gondel nach Vecorin besteigen. Oben angekommen geht es dann mit eigener Kraft an die nächsten Höhenmeter. Diese führen uns zum Einstieg der Bisse de Vercorin, einem typischen Walliser Suonen Trail, welcher uns zur Alp La Lé führt. Von dort fahren wir der La Rèche entlang Richtung Tal und zweigen nach zirka 400 Höhenmetern ab auf eine Forststrasse um so auf weiteren Singletrails und entlang von Bissen nach Nax zu gelangen. Hier genehmigen wir uns in einer Gartenwirtschaft mit super Blick ins Rhônetal das Mittagessen. Danach geht es weiter Richtung Unterwallis und wir starten mit einem genialen Singletrail, der unsere Fahrtechnik enorm fordert: Was für ein Dessert! Und es geht so weiter, denn was jetzt folgt ist Singletrail Erlebnis vom Feinsten. Wo Wallis draufsteht ist auch Wallis drinn. Zuerst auf technischen und flowigen Trails zur La Borgne hinunter und von dort aus auf ebenso anspruchsvollen Pfaden wieder zum Tal hinaus. Anstiege und Abfahrten wechseln sich stetig ab und immer wieder fliegt unser Blick über die atemberaubenden Felsformationen und Schluchtlandschaften. Obwohl nicht alles fahrbar ist und wir immer wieder unsere Bikes schieben und tragen: Es hätte keinen besseren Trail aus dem Val d› Hérens gegeben. Ein Kompliment an Chrigu! Mit grossen Smiles erreichen wir Bramois und fahren, unterstützt vom Rückenwind der Rhône entlang zurück nach Sierre. Am Lac de Géronde genehmigen wir uns noch ein kühles Bier bevor wir ins Hotel zurückfahren. Dort angekommen zeigt sich ein bisschen die Müdigkeit und deshalb nichts wie ab unter die Dusche. Am Abend gönnen wir uns im L› Atelier Gourmand von Spitzenkoch Didier de Courten den krönenden Abschluss des Tages! Doch nein, wir lassen vor dem Schlafen noch im Lounch-Room unseres Hotels bei Cheminéefeuer die Tour nochmals Revue passieren und freuen uns bereits auf die nächste.

Freitag, 10. Mai 2013

Leider bietet der Freitagmorgen nicht die gleichen Vorzeichen wir einen Tag zuvor und wir erwachen bei Regen. Somit haben wir genügend Zeit um uns am Morgenbuffet zu stärken und den heutigen Tag zu besprechen. Gegen Mittag lichtet sich der Himmel ein bisschen und es hört zu regnen auf. Deshalb machen wir uns bereit: Heute ist Crans Montana der Ausgansort für unsere Tour und wir erklimmen auch heute die ersten Höhenmeter mit fremder Kraft. Da wir kurz nach dem Mittag mit der Standseilbahn ankommen, entschliessen wir uns zuerst die Mittagsrast in Angriff zu nehmen. Gestärkt verlassen wir das Restaraunt und fahren bei immer noch bedecktem Himmel auf Strassen und Singletrails nach Aminona. Langsam aber sicher und mit jedem Höhenmeter Richtung Varneralp wird das Wetter besser und bald drückt die Sonne die Wolken beiseite und wir haben wieder freie Sicht auf den blauen Himmel. Da die Zeit, auf Grund des späten Starts, schon ziemlich fortgeschritten ist, lassen wir die Varneralp links liegen und probieren einen neuen Singletrail ins Tal: Und was für einer! Flowig fliegen wir Meter für Meter tiefer, bis wir erneut eine Bisse erreichen, welche uns gleitend in die Weinberge von Salgesch bringt. Mit Blick auf das Winzerdorf Salgesch werden unsere Smiles noch intensiver, denn es sind die Tage der offenen Weinkeller im Wallis. Was für eine Fügung und so kehren wir in der Kellerei Adrian und Diego Mathier ein und staunen ab dem vielfältigen Angebot. Wir lassen uns von der Arbeit in den Reben und im Keller überzeugen und laben uns an den feinen Tropfen. Zum Abschluss noch einer der Dessertweine und ein unbeschreiblich guter Vieil Abricot barrique! Wer kann das schon nein sagen, deshalb füllen wir noch kurz die Bestellung aus und fahren danach zurück nach Sierre. Da die Zeit nicht stehen geblieben ist und sich langsam der Hunger stark bemerkbar macht, kehren wir direkt mit den Bikeklamotten beim Italiener ein. Pasta, Risotto und sonstige feine Spezialitäten verwöhnen unsere leeren Bäuche und runden den Tag gebührend ab. Natürlich geht es am Abend nach dem Duschen noch kurz in den Lounch-Room für den Schlummertrunk!

Samstag, 11. Mai 2013

Der Samstag steht im Zeichen der Südrampe und so fahren wir mit den PW’s nach Visp. Zuerst aber noch ein kurzer Zwischenhalt in Salgesch, um die bestellten Weine und Destillate in der Kellerei Adrian und Diego Mathier abzuholen. Von Visp aus geht es im Tal nach Steg und obwohl es eigentlich talabwärts geht, kämpfen wir ziemlich auf der ebenen Strecke. Der gewohnte Gegenwind macht uns arg zu schaffen, doch in Steg ist alles vergessen und wir decken uns für das spätere Mittagessen im Coop ein. Ab jetzt geht es eine Weile nur noch bergauf. Je höher wir steigen, desto schöner wir der Blick ins Tal und auf die umliegenden Berge. Ab und zu genehmigen wir uns noch eine kleine Pause. So erreichen wir kurz nach Mittag Tatz und machen es uns auf einer Wiese gemütlich für das Mittagessen. Leider deckt eine hartnäckige Wolcke immer wieder die wärmende Sonne ab, doch zum Schluss siegt sie und verwöhnt uns mit ihren Strahlen. Jetzt geht es runter zur Südrampe und wir lassen es erneut auf den Trails fliegen. Die Südrampe ist an diesem Tag mit Vorsicht zu befahren, weil einige Wanderer unterwegs sind und so entschliessen wir uns für eine kleine Zusatzschlaufe, abseits der gängigen Route. Ein guter Entscheid und unser Guide zeigt uns erneut eine geniale Variante dieser Tour. Ein zwei Stellen sollten aus Sicherheitsgründen nur schiebend bewältigt werden, denn eine Unsicherheit oder Fehler hätten fatale Folgen. Aber sonst ist dieser Teil einfach nur sehenswert. Jetzt sind wir wieder auf der originalen Strecke unterwegs und gleiten auf den Trails nach Ausserberg und nehmen dort die Abfahrt nach Baltschieder. Noch ein paar Meter dem Talboden entland und wir erreichen wieder Visp. Ein Feierabend Bier und jetzt heisst es Abschied nehmen von Chrigu, welcher nun nach Hause fährt. An dieser Stelle erneut ein riesen grosses Dankeschön für die drei genialen Touren in seiner Heimat. Wir drei Verbliebenen machen uns auf den Weg zurück nach Sierre und gehen Duschen und Packen, da wir am nächsten Morgen früh starten wollen. Zum Abendessen machen wir uns auf Umwegen, aber dafür mit Wildkontakt (Rehe und Gemsen), nach Itravers in ein kleines aber feines Restaurant. Nach einer Walliserplatte essen wir eines der besten Käse Fondues unserer Gechichte mit einem feinem Aprikosenmousse (und einem freiwilligen Schuss Abricotin ;o)) zum Abschluss. Erneut ein würdiger Abschluss des Tages!

Sonntag, 12. Mai 2013

Der Sonntag weckt uns mit Sonnenschein und nach dem Morgenessen verlassen wir das Hotel Richtung Gampel. Dort profitieren wir wieder von fremder Aufstiegshilfe und mit der Gondel fahren wir nach Jeizinen. Von hier führen verschiedenen Trails ins Tal und auf dem ersten, ein eher unspektakulärer Trail, begegnen wir nebst einigen Wandern, einer Herde Schafe. Nach einer kurzen Weile haben die Hirten und der Hund die Herde im Griff und wir können an ihnen vorbei fahren. Schneller als uns lieb ist, sind wir wieder in Gampel und deshalb besteigen wir erneut die Gondel. Beim zweiten Mal nehmen wir die in der Singletrail Map schwarz markierte Strecke und die fordert uns teilweise nochmals aufs Gröbste. Zum Schluss erwischen wir nochmals einen Suonentrail und schliessen somit das Auffahrtsweekend wie begonnen ab. Wettermässig hatten wir grosses Glück, denn in Goppenstein werden die Wolken immer dünkler und ab Kandersteg regnet es bis nach Hause. Es hat sich einmal mehr bewiesen, dass im Wallis auf das Wetter verlass ist. Wir freuen uns schon jetzt auf die nächsten Touren im Wallis. Vielleicht das nächste Mal auch mit dir! Wir werden sehen.

Hier noch einige Eindrücke der vier Tage:

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