Bikeweekend Herbst

Donnerstag, 15. September 2022

Am Donnerstag steht die Anreise eines Teils der Teilnehmer:innen ins Oberengadin auf dem Programm. Die einen treffen bereits im Laufe des Nachmittags ein und die anderen erst spät Abends. Um kurz nach zehn Uhr treffen sich die sechs Blauen Biker inklusive Tamara noch im Restaurant, um den ersten Tag des Weekends zu besprechen. Auf Grund der Wettervorhersagen entschliessen wir uns eine Tour Richtung Süden in Angriff zu nehmen. Danach geht es ab in die Federn, um am nächsten Morgen fit für die Tour zu sein.

Freitag, 16. September 2022

Um acht Uhr ist das Morgenessen angesagt und Roland muss etwas früher weg, da er bei einem Shop in der Nähe des Bahnhofs ein Bike für das Weekend gemietet hat. Gegen halb zehn Uhr geht es los mit der Tour und wir starten auf der linken Seite der Hauptstrasse Richtung Bernina Hospitz teilweise auf Singletrails bis Hoch zur Querung der Hauptstrasse beim Parkplatz Morteratsch. Ab dann geht es auf der rechten Seite hoch bis zum Lago Bianco. Auf Grund der fortgeschrittenen Zeit entscheiden wir uns gegen die Zusatzschlaufe zu Sassal Mason und fahren direkt zur Alp Grüm. Ab dann startet die Abfahrt via Cavaglia hinunter nach Poschiavo. Dort wartet gegen ein Uhr Mittags bereits Tamara beim Kirchplatz in einen Restaurant auf uns. Zum Mittag lassen wir uns mit allerlei feinen Sachen verwöhnen und stärken uns für den zweiten Teil der Tour. Auf Grund des Fahrplans der Rhätischen Bahn entscheiden wir uns zur Rückfahrt auf den Bernina Pass. Bei der Haltestelle Ospizio Bernina verlassen wir den Zug und starten in die zweite Abfahrt des Tages. Entgegen der morgentlichen Fahrt bleiben wir nun auf der linken Seite und wechseln bei Morteratsch nicht die Seite. So gegen fünf Uhr treffen wir in Pontresina ein und gehen noch in eine Bäckerei und unseren Zuckerhaushalt wieder auf Vordermann zu bringen. Betreffend Wetter kann gesagt werden: einiges besser als gemeldet und auch erwartet mit viel Sonnenschein und angenehmen Temperaturen. Trailmässig ist klar, für die Wiederholungstäter  erneut ein Geniessen der super Trails und für die Neulinge eine sehr positive Überraschung. Für das Abendessen reservieren wir für uns im Hotel Bernina, wo sich dann auch die zwei Nachzügler André und Patrick zu uns gesellen. So sind wir komplett für den Samstag und geniessen das feine Essen der Hotelküche. Dies bestärkt uns in der Gewissheit, dass wir am nächsten Abend auch gleich dort fürs Abendessen reservieren werden. So geht der erste Tourentag mit der Besprechung des nächsten Tages zu Ende.

Samstag, 17. September 2022

Für den heutigen Tag ist ebenfalls eine Tour Richtung Süden geplant, da erneut die Wetteraussichten einiges besser als vor Ort in Pontresina sind. Jedoch verzichten wir auf die Fahrt zum Bernina Ospizio mit den Bikes und nehmen in Pontresina die Bahn. Wettertechnisch sieht es an diesem Morgen nicht gleich aus wie am Vortag. Die Temperaturen sind einiges tiefer, der Wind hat aufgefrischt und dazu kommt noch ein Schneeschauer, welcher uns ab dem Bernina ein Stück Richtung Süden begleitet. Auch die Abfahrtsroute unterscheidet sich vom Vortag, da wir heute via La Rosa nach Poschiavo fahren werden. Zuerst ist jedoch auf dem Ospizio eine Mech Pause gefordert, da beim Bike von Klaus der Hinterreifen Luft verliert. Nach der Montage des Pneus, sind wir nun startklar und machen uns auf die ersten Meter hoch zum Bernina Pass. Der Rückenwind ist nicht so willkommen wie sonst, da er nebst dem Effekt des Stossens kombiniert mit dem Schnee auch noch ziemlich kühlt. Doch schon bald geht es in die Abfahrt und so sind wir ein bisschen windgeschützter unterwegs. Der Trail beginnt oben recht knackig und lässt dann nicht zu wünschen übrig. Alles was sich ein Bikerherz auf der Fahrt ins Tal wünscht ist mit dabei. Je tiefer wir kommen, desto wärmer wird es und wir entledigen uns gemäss dem Zwiebelprinzip den wärmenden Bekleidungsstücken. In Pedecosta angekommen besprechen wir das weitere Vorgehen. Geplant wäre die Fahrt nach San Romerio gewesen, doch die Uhrzeit gepaart mit dem Fahrplan der Rhätischen Bahn macht uns einen Strich durch die Rechnung. Deshalb fahren wir direkt der Poschiavino entlang nach Poschiavo. Dort machen wir in eine kurze Mittagsrast, um uns danach Richtung Lago di Poschiavo wieder auf die Sättel zu schwingen. Am rechten Seeufer entlang erreichen wir kurz von zwei Uhr Miralago, wo kurze Zeit später auch Tamara zu Fuss eintrifft. Sie war auf der linken Seeseite unterwegs gewesen und so besteigen wir kurz nach zwei Uhr die Bahn zurück nach Bernina. Dort angekommen geht es erneut in die Abfahrt nach Pontresina. Jedoch heute mit einem kurzen Badehalt und danach auf der rechten Seite der Strasse hinunter zum Hotel. Auch heute das Fazit des Tages: Wetter um vieles besser als gemeldet und die Trails haben wieder so richtig Spass gemacht. Am Abend folgt das erneut feine Essen im Hotel samt Besprechung der Tour vom Sonntag.

Sonntag, 18. September 2022

Vor dem Morgenessen ist packen angesagt, danach geht es wie gewohnt zur Stärkung für den Tag am Buffet. Wie geplant verlässt uns Klaus nach dem Essen, aber auch Patrick macht sich auf den Heimweg. Sein linker Arm schmerzt und er möchte deshalb nichts riskieren. Die anderen machen sich auf den Weg Richtung Celerina, wo wir zuerst mit kleinen Gondeln, danach mit einem Sessellift und und zum Schluss mit der grossen Gondel bis zum Piz Nair starten wollen. In Celerina angekommen entscheidet sich auch Roland, sich von uns zu trennen. Er will sein Mietbike, heute ein E-Mountainbike nicht auf diesen Höhen testen und macht eine separate Tour. Die anderen fünf Blauen Biker packen sich warm wie möglich ein und besteigen die ersten Gondeln. Die zweite Sektion mit dem Sessellift ist nicht ohne, da die Temperaturen unter dem Gefrierpunkt sind und der Wind das seine dazu beiträgt. Oben angekommen genehmigen wir uns zuerst ein wärmendes Getränk, bevor wir uns bei minus sieben Grad Celsius in die erste Abfahrt wagen. Teilweise ist der Trail mit Schneeverwehungen gespickt und wir fühlen uns wie beim Boarden. Die Szenerie mit der immer wieder durchdrückenden Sonne ist unbeschreiblich schön. Die Trails tragen das weitere dazu bei und gegen Mittag erreichen wir die Stadion der Standseilbahn Chanterella. Von dort fahren wir erneute zur Corviglia hoch, wo uns Tamara zum Mittagessen erwartet. Bei Sonnenschein und Chemineefeuer stärken wir uns für den zweiten Teil des Tages. Zum Dessert gibt es erneut die Gondel hoch zum Piz Nair. Dieses Mal werden wir jedoch nicht bis zum Suvretta Pass abfahren, sondern es geht via Fuorcla Schlattain hinunter zum Lej Alv. Von dort starten wir zur Strecke Las Trais Fluors. In Chamanna Saluver angekommen, müssen wir erneut unser Vorhaben überdenken. Die Zeit ist erneut ziemlich fortgeschritten und deshalb entscheiden wir uns für die Rückfahrt via Lej Alv und von dort via Corviglia über den Flowtrail nach Marguns. Ab dort folgt der Weg zurück nach Celerina, wo wir gegen vier Uhr ankommen. Vollgepackt mit einer Vielzahl von tollen Erlebnissen machen wir uns auf dem Heimweg. Eines ist sicher, es war ein super Wochenende und wir werden gerne wieder kommen.