Herbstweekend

Freitag, 12. September 2014

Nach der Anreise am Vortag, einem späten Abendessen, einsetzendem Regen auf dem Heimweg und deshalb einer unruhigen Nacht stehen wir früh auf, um die Wettervorausichten zu besprechen. Die geplante Tour kann auf Grund des nassen Terrains nicht in Angriff genommen werden und so entschliessen wir uns den verregneten Tag in Flims auf dem Runca Trail zu verbringen. Die erste Bergfahrt mit den tiefliegenden Regenwolken verspricht nichts gutes und die Stimmung ist dementsprechend eher verhalten. Doch schliesslich sind wir positiv denkende Menschen und so können wir endlich mal unsere Regenbekleidung bei idealen Bedingungen testen! So fahren wir das erste Mal auf dem Runca Trail los und gehen die Sache bei den nassen und deswegen rutschigen Bedingungen zuerst langsam an. Nach einer kurzen Einfahrzeit haben wir uns an die Trailbeschaffenheit angepasst und mit jedem Meter macht der Trail mehr Spass. Ein Kompliment an die Planer und Umsetzer: ein super flowiger Trail mit allem was das Herz begehrt! Als wir uns das zweite Mal auf den Weg zur Bergstation machen ist die verhaltene Stimmung der Begeisterung für den Trail gewichen und wir freuen uns auf die zweite Talfahrt. Das Wetter zeigt sich langsam auch von seiner besseren Seite und die Wolkendecke steigt stetig höher und wird durchlässiger. Teilweise drückt der eine oder andere Sonnenstrahl bereits durch und verspricht Besserung. Mit diesen Vorzeichen stechen wir in die zweite Abfahrt und lassen es bereits etwas schneller angehen. Leider ein bisschen zu schnell, Chrigu stürzt bei einem Entwässerungskanal unglücklich und verletzt sich an der Hand. Die Schmerzen und die Schwellung lassen wohl kaum eine weitere Abfahrt zu und so fahren er zusammen mit Remo auf der Alpstrasse ins Tal. Die restlichen bleiben auf dem Runca Trail und bei der Talstation der Sesselbahn treffen sie sich danach wieder. Nach einem kurzen Imbiss geht es auf den Weg zur dritten Abfahrt. Der Trail ist inzwischen einiges trockener geworden und so macht es immer wie mehr Spass auf den einzelnen Streckenabschnitten. Nach dieser Abfahrt fahren wir zurück zum Hotel um nach Chrigu zu sehen. Er war in der Zwischenzeit beim Arzt und kann in den nächsten Tagen nicht mehr aufs Bike. Deshalb hat er bereits gepackt und reist später mit dem Zug wieder zurück nach Hause. In der Hotellobby treffen wir noch unseren Guide für den Sunset Trail vom Samstagabend. Christian begrüsst uns und erzählt was uns am nächsten Abend erwartet. Er gibt uns auch noch Tipps, was wir bis zum Treffpunkt noch für Touren machen können, worüber nach dem Ausfall unseres Guides sehr dankbar sind. Jetzt heisst es Abschied nehmen von Chrigu und danach geht es mit dem Auto zu unserem Ehrenmitglied André in der Bündner Rigi. Dort erwartet uns ein Fünfgänger und Cédi, welcher direkt nach Feierabend dorthin gefahren ist. Einmal mehr werden wir auf das Beste von den Kochkünsten von André verwöhnt. Auf der Rückfahrt von Obersaxen schwelgen wir mit den Gedanken beim Erlebten und freuen uns auf das Kommende der nächsten zwei Tage.

Samstag, 13. September 2014

Nach dem Morgenessen machen wir uns auf der Hauptstrasse auf den Weg nach Laax zur Talstation der Gondelbahn auf den Grap Sogn Gion. Nach der Gondelfahrt geht es ohne grosse Einfahrstrecke ziemlich schnell zur Sache: wir steigen Meter um Meter zur Bergstation der nächsten Seilbahn um von dort auf den Trail abzuzweigen, welchen uns Christian empfohlen hat. Leider verpassen wir diese Abzweigung und kommen etwas von der Ideallinie ab. So müssen wir schiebend über ziemlich ungwegsames (nass, tief und voller Kuhfladen) Alpweideland stapfen, bis wir wieder zu einer Alpstrasse kommen. Doch wenigstens hat uns die Sonne wieder und so ist alles nur halb so schlimm. So erreichen wir schliesslich Nagens und steigen dort auf den von Christian empfohlenen Singletrail nach Flims ein. Leider haben uns aber die Wolken wieder eingeholt und zusammen mit dem feuchten Untergrund wird die Fahrt zur Herausforderung und verlangt uns so einiges an Biketechnik ab. Eine halbe Stunde vor der Zeit treffen wir beim Treffpunkt in Flims ein und genehmigen uns noch eine Stärkung für den Sunset Trail. Um kurz vor drei Uhr fahren wir zusammen mit Christian mit den zwei Sesselliften sowie der Gondelbahn hoch zum Cassons. Jetzt zeigt sich die Region von ihrer schönsten Seite und wir geniessen den Panoramablick mit den Erklärungen von Christian. Ab jetzt heisst es geniessen, den der Trail ist allerste Sahne und bietet alles was man sich als Biker wünscht! So kommen wir Meter für Meter dem Punkt näher, wo wir kurz nach dem Mittag bei Nagens auf den Trail eingebogen sind. Und wer hätte dies gedacht: die Wolken kommen wieder, dies muss wohl an dem Ort liegen. Doch kurz nach der Reparaturpause geht es weiter und schon lichtet sich der Nebel wieder. Ab jetzt gibt es nur noch Sonne pur und so fliegen wir Richtung Tal. Christian zeigt uns noch eine Variante für die Talfahrt und schon bald sind wir in der Surselva Bräu. Was für Ort für den genialen Sunset Trail zu beenden: Herzlichen Dank an Christian für die tolle und unvergessliche Tour! Am Abend gehen wir zum Mexikaner essen und danach müde, aber glücklich zu Bett.

Sonntag, 14. September 2014

Was für eine Nacht, die im gleichen Hotel einquartierte Hockeymanschaft feierte ihre Rückkehr vom Ausgang in ausgelassener Stimmung und mit lauten Stimmen auf dem Korridor. Dafür war es beim Morgenessen sehr ruhig, da sie ihren Rausch ausschliefen. Wir hatten am Vorabend abgemacht, dass wir den verpassten Trail des Vortags nochmals in Angriff nehmen und so ging es wie bereits am Samstag zuerst auf Teer zur Gondelbahn nach Laax. Auf dem Grap Sogn Gion war jedoch wesentlich besseres Wetter und nach dem erneut steilen Einstieg waren wir wieder am Ausgangsort der gestrigen Tour. Bei solch wunderbarem Wetter verpasst man auch keine Abzweigung und somit waren wir kurze Zeit später auf dem Singletrail unterwegs. Unsere Entscheidung war richtig, der Trail bietet so einiges und am Ende erwarteten uns zwei gut auf den Winter vorbereitete Murmeltiere ohne Scheu. Jetzt folgte eine Alpstrasse über eine Hochebene und dann ging es wieder auf Singletrails weiter Richtung Green Valley. Ab dort der Einstieg auf den Runca Trail und so zurück nach Flims. Erneut hoch mit der Bahn, um im Bergrestaurant bei Sonnenschein eine kleine Stärkung zu uns zu nehmen. Wie schön es doch ist, wenn es schön ist ;o). Dann folgte für Irene und Remo die letzte Abfahrt auf dem Runca Trail, da sie sich nachher auf den Weg nach Hause machen. André, Cédi, Klaus und Roman nehmen erneut die Sesselbahn und nach einem feinem Mittagessen mit dem Flowtrail als Dessert nehmen auch sie die Heimfahrt in Angriff. Alles in allem geht ein weiteres tolles Weekend auf und neben dem Bike zu Ende

Hier noch ein paar Eindrücke des Weekends: