Biketour Engelberg – Lungern

Wir haben es wieder probiert und der Zentralschweiz erneut eine Chance gegeben. Nicht das die Trails und die Landschaft nicht mit anderen der Schweiz mithalten könnte, aber das Wetter! Häufig mussten wir die Erfahrung machen, dass in grossen Teilen des Landes gute Bedingungen herrschen, aber die Zentralschweiz liegt wettertechnisch auf der schlechteren Seite. Doch mehr dazu in den folgenden Zeilen. Nur vier Blauen Biker (vielleicht liegt es an den Anfangs geschilderten Begebenheiten ;o)) nehmen die Tour nach Engelberg unter die Stollen. Mit dem ÖV reisen wir nach Engelberg und schon auf dem Weg dorthin wird klar, dass Wetter wird wohl heuer eine der Herausforderungen. Als wir in Engelberg ankommen, sind die umliegenden Berge von dichten Wolken umhüllt. Doch dies hatten wir hier auch schon und es wurde dann, entgegen der Prognosen der Einheimischen, besser als angekündigt. Die Hoffnung stirbt zuletzt und so besteigen wir die Luftseilbahn zum Trüebsee. Teilweise hat man das Gefühl, dass die Sonne den Kampf gegen die Wolken gewinnt und zeitweise wird es auch eine Spur heller. Wir fahren mit den Bikes zum Sessellift und lassen uns so mühelos zum Jochpass hochfahren. Das einzig Mühsame ist jedoch die dichten Wolken, der Schnee unterhalb des Lifts sowie die nicht zeitgemässen Temperaturen. So entscheiden wir dem Bergrestaurant einen spontanen Besuch abzustatten. Bei einer warmen Ovomaltine und den aus unserer Sicht besten ebenfalls warmen Nussgipfel geht es uns bereits viel besser. Irgendwie haben wir auch das Gefühl es wird immer heller draussen und so machen wir uns zuversichtlich auf den Weg. Neben der Bergstation der Sesselbahn steigen wir in die Abfahrt zur Engstlenalp ein. Schon kurz nach dem Start drückt die Sonne durch und es wird spürbar wärmer und wir können bereits die ersten Schichten der Bekleidung wieder abziehen. Schnell ist die Alp erreicht und nun beginnt der Aufstieg zur Tannalp. Nun sind wir gar nicht mehr so unfroh über die Wolkenfetzen, welche der Sonne die Kraft nehmen. Im Restaurant auf der Tannalp kehren wir für die Mittagsrast ein und freuen uns auf den Rest der Tour. Doch entgegen unserer Hoffnung hat die Sonne mehr Mühe als erwartet und zum Teil sehen wir auf dem Trail zur Planplatten nur ein paar Meter weit. Ob dies besser ist, weil man so das stark abfallende Gelände nicht sieht lässt sich diskutieren. Wir hätten uns für das top Panorama entschieden. Aber wie auch immer, der Singletrail dorthin sowie dann zur Hääggen entschädigt uns bestens. Ab Käserstatt sind dann nochmals unsere Muskeln in den Oberschenkeln gefragt, denn es geht nochmals hoch und jetzt drückt auch die Sonne so richtig durch. Die Abfahrt hinunter nach Lungern fordert im oberen Teil die volle Konzentration sowie Technik. Je tiefer wir kommen umso flowiger wird der Trail und zum Schluss lassen wir es richtig fliegen. In Lungern besteigen wir den Zug nach Luzern, wo wir uns spontan entscheiden zu Abend zu essen. Ein guter Entscheid und der (jetzt) stallblaue Himmel lässt die Wetterkapriolen fast vergessen. Wer weiss, vielleicht geben wir der Zentralschweiz nochmal eine weitere Chance.

Hier noch einige Eindrücke des Tages: