Auffahrtsweekend

Mittwoch, 4. Mai 2016

Auch in diesen Jahr fahren wir bereits am Mittwoch Richtung Wallis ins Auffahrts-Weekend. Chantal, Claudia, Ursin und Lukas im Laufe des Nachmittags und Hilde, Irene, Claudius, Martin und Remo am Abend mit dem Anhänger samt Bikes und Gepäck. Während die erste Gruppe in Visp noch die Einkäufe für die folgenden Tage erledigt, kämpfen sich die anderen durch den Feierabendverkehr. Gegen neun Uhr treffen sich dann alle im Restaurant Spycher zum etwas verspäteten Abendessen. Beim Geniessen der feinen Pizzas werden die künftigen Touren besprochen. Gut verpflegt, müde und voller Erwartungen auf die kommenden Erlebnisse gehen wir zeitig zu Bett.

Donnerstag, 5. Mai 2016

Nach dem frühen Morgenessen geht es mit einer satten Abfahrt nach Visp los mit der ersten Tour. Die Sonne präsentiert das Wallis von der besten Seite und wir erreichen innert zwanzig Minuten das Tal, wo bereits Chrigu und André auf uns warten. Ab jetzt steht uns wie gewohnt der Walliser Guide zur Verfügung und wir fahren auf verschiedenen Wegen Richtung Mund. Dort haben wir uns mit Chantal und Ursin zum Mittagessen verabredet. Treu seinem Motto „nur wenn das Bike getragen wird, ist es eine richtige Chrigu-Tour“ geht es auch vor dem Mittagessen nicht ohne Schultern des Bikes. Doch wo Chrigu drauf steht ist auch Chrigu drin und es hat sich gelohnt, denn der Trail hoch nach Mund bietet schon so einiges was zu einer erfolgreichen Tour gehört. Zum Schluss sind dann noch einige Höhenmeter auf dem Asphalt zu bewältigen und so treffen wir kurz vor Chantal und Ursin im Restaurant Salwald ein. Jetzt gibt es so einiges Feines zu essen, damit wir für den Rest der Tour (das Dessert ;o)) gerüstet sind. Denn jetzt warten fast nur noch Tiefenmeter auf uns. Im Restaurant geniessen wir das Essen mit der örtlichen Spezialität – dem Safran in allen Variationen. Sei es in der Vorspeise, dem Hauptgang oder im Dessert! Zum Schluss gibt es noch eine Hausspezialität, einen Erdbeerlikör und was für einen! Der ideale Start für das was jetzt kommt – die Abfahrt auf genialen Trails ins Tal! Viel zu schnell sind wir wieder im Rhônetal und fahren weiter nach Visp. Hier verabschieden wir uns von André und machen uns auf den Weg zur St. Jodern-Kellerei, denn im Wallis sind die Tage der offenen Weinkeller. Dort angekommen besichtigen wir zuerst den neuen Anbau samt dem traumhaft schönen Keller und danach geht es zur Degustation. Danach warten noch gute 500 Höhenmeter, eine Dusche und das Nachtessen im Restaurant Gebidem. Was für ein Tag? Und morgen folgt bereits der Nächste!

Freitag, 6. Mai 2016

Auch der Freitag weckt uns mit Sonnenschein und dieses Mal ist Chrigu schon auf der Talfahrt mit dabei. Erneut beginnt der Tag mit einer der verschiedenen Varianten für die Talfahrt nach Visp. Dort angekommen besteigen wir den Zug Richtung Sierre, um dort mit der Standseilbahn nach Crans-Montana hoch zu fahren. Auf dem Programm steht die Varneralp oder was mit den momentanen Schneeverhältnissen möglich ist. Leider erwartet uns in der Talstadion des Funiculaire eine böse Überraschung: Revision von Ende April bis Mitte Mai! Jetzt hoffen wir auf die Buslinie nach Crans-Montana und fahren auf direktem Weg zurück zum Bahnhof. Die nächste Überraschung, die Busse haben keine Biketräger! Nach einer kurzen Rücksprache mit dem Chauffeur und dem Test, ob wir die Bikes unten in den Laderaum bekommen sitzen die ersten vier Biker im Bus hoch nach Montana. Die restlichen vier kommen mit dem nächsten Bus eine halbe Stunde später – immer noch besser als auf der Hauptstrasse aus eigener Kraft hochzufahren. So dauert das Ganze ein bisschen länger als geplant und mit einer guten Stunde Verspätung starten wir auf unsere Tour. So machen wir kurz nach dem Start und vor der ersten Zwischenabfahrt unseren Mittagsrast und essen das Mitgebrachte auf der Terrasse eines geschlossenen Restaurants. Was für ein Panorama zum Mittagsessen. Danach geht es dann so richtig los mit dem ersten Teil des Singletrailerlebnisses. Wie gewohnt ist dieses schneller zu ende als gewünscht und schon bald finden wir uns auf dem nächsten Aufstieg wieder. Doch mit dem Wissen, was uns danach erwartet geniessen wir diesen bei super Wetter und beinahe sommerlichen Temperaturen in vollen Zügen. Nach zirka einer guten Stunde sind wir am Ausgangspunkt für die ultimative Abfahrt Richtung Salgesch. Noch kurz die Protektoren überziehen und ein Riegel zur Stärkung und nun geht es ab auf dem genialen Trail. Wir lassen es so richtig fliegen und der Smile wird immer grösser. Das ist der Grund, wieso wir immer wieder gerne ins Wallis kommen. In Salgesch angekommen erwartet uns Chantal mit Ursin in der Kellerei Adrian & Diego Mathier zur Degustation. Doch heute machen nicht alle mit, Claudia, Claudius und Martin fahren mit den Bikes weiter Richtung Oberwallis. Die anderen machen sich nach der Degustation und Einkauf auf den Weg nach Visperterminen. Chantal, Hilde, Irene, Ursin und Lukas mit dem PW, Chrigu und Remo mit dem Zug und Postauto. Zum Schluss treffen sich dann wieder alle in Visperterminen zum Abendessen im Restaurant Heida, ausser Chrigu, der leider nur zwei Tage dabei sein kann. Dafür begrüssen wir Michi, der heute Nachmittag selbstständig per Zug angereist ist und mit dem Bike nach Visperterminen hochgefahren ist, in unserer Mitte.

Samstag, 7. Mai 2016

So wie die ersten zwei Tage beginnt auch der dritte: Sonnenschein, angenehme Temperaturen und eine geniale Abfahrt zum Start der Tour. Was will man mehr? Noch mehr Singletrails und diese folgen garantiert. Zuerst fahren wir im Tal Richtung Gampel/Steg und von dort aus geht es für eine ganze Weile nur noch in eine Richtung, nach oben. Das Ziel ist Tatz, dem Ausgangsort für unsere Südrampentour von heute. Meter für Meter fahren wir hoch und geniessen den Ausblick auf das super Panaroma. So schön die schneebedeckten Hänge in der Sonne glitzern, so schade ist es, dass diese Situation uns einen grossen Strich durch die Tourenplanung gemacht hat. Denn über 2’000 Meter über Meer ist leider nichts zu machen mit dem Bike. Vielleicht wäre eine Splitboardtour zur Ergänzung eine gute Idee gewesen. Doch wir sind mit den Bikes hier und die Temperaturen beim Aufstieg erinnern uns eher an den Sommer. Kurz nach dem Mittag sind wir in Tatz angekommen und im Windschatten geniessen wir im Sonnenschein das Mittagessen. Danach noch ein kurzes Mittagsschläfchen in der Sonne und danach wartet die Südrampe auf uns. Der erste Teil verlangt bereits so einiges in Sachen Fahrtechnik und wir geniessen den Trail hinunter zur klassischen Variante. Dort angekommen sind wir überrascht, wie wenige Wanderer wir antreffen und kommen so schneller als erwartet vorwärts. Wie gewohnt lässt die Südrampe nichts zu wünschen übrig und mit der kleinen Zusatzschlaufe, welche die meisten der Gruppe noch nicht kannten, gewinnt die Tour noch mehr an Reiz. Leider sind wir viel zu schnell in Ausserberg, denn hier endet schon bald die Tour. Doch die letzte Abfahrt hat es auch in sich und nicht alle meistern die zahlreichen Spitzkehren ohne Abstehen. Doch zum Schluss spielt dies keine Rolle, denn der Weg ist das Ziel und am Ende sind alle mit dem Erlebten zufrieden. In Visp angekommen erwarten uns bereits Chantal und Ursin mit dem Auto. Chantal, Irene, Ursin, Lukas und Remo fahren nach Visperterminen, um dort das Abendessen vorzubereiten. Martin fährt mit dem Bike hoch und Remo hohlt die restlichen mit dem PW und Anhänger im Tal ab. Danach geht es mit Snacks, Brot, warmen Kartoffeln, einem halben Laib Raclettekäse, Bier und Wein zur Feuerstelle. Denn es ist Raclette am offenen Feuer angesagt für das heutige Abendessen. Auch dies ist für die meisten eine Premiere! So geht eine echte Walliser Biketour zu Ende!

Sonntag, 8. Mai 2016

Am Sonntag ist alles ein bisschen anders, wir starten nicht mit einer Abfahrt, der Himmel ist bewölkt, die Sonne hat Mühe sich durch zu setzen, der Wind weht noch stärker als die vorigen Tage und die Temperatur ist näher beim Winter als dem Sommer! Während Chantal und Lukas die Wohnungen räumen und die Fahrzeuge ins Tal bringen, macht sich der Rest auf die letzte Tour des Weekends. Auf der Asphaltstrasse fahren wir zum Giw hoch und kämpfen teilweise enorm gegen den Wind. Oben angekommen werden die warmen Klamotten sowie die Protektoren montiert und kurz darauf geht es los mit der Abfahrt. Diese bietet so alles was sich ein Bikerherz für den Sonntagvormittag wünscht! Je tiefer wir kommen, desto besser werden die Temperaturen und wir schätzen das Zwiebelprinzip. Viel zu schnell sind wir in Visp, doch die Zeit ist optimal um noch etwas für die Mittagsrast zu kaufen und danach die Postautos Richtung Zeneggen und Bürchen zu besteigen. So können wir zu siebt optimal die Problematik mit den nur sechs Biketrägern am Postauto lösen. Von den Endstationen der beiden Linien geht es zur untere Hellela, dem Ausgangsort der Abfahrt nach Visp. Hier benötigt es nicht viele Worte, denn wer diese schon gefahren ist, weiss was dies bedeutet – ein krönender Abschluss für unser Auffahrts-Weekend im Wallis!

Hier noch ein paar Eindrücke der vier Tage: